Einsatz 27 bis 47: Starkregenereignis mit überfluteten Kellern und Fahrbahnen

Nachdem am späten Donnerstagabend ein Unwetter, mit dem Schwerpunkt über Kleinblittersdorf und Sankt Ingbert, über das Saarland zog, wurde die Gemeinde Quierschied von einem kleineren Ausläufer getroffen.

Um 00:35 ging die erste Alarmierung durch die Leitstelle in Saarbrücken ein. Im Rahmen des Konzeptes für Flächenereignisse, sollten wir die Einsatzbereitschaft herstellen und ein Teil unserer Einsatzkräfte sollte die Feuerwehr Sulzbach anfahren, um ab dort mit einem Einsatzzug nach Kleinblittersdorf zu fahren.

Jedoch wurde in Absprache mit der Leitstelle in Saarbrücken geklärt, dass erst die Einsatzstellen in der Gemeinde Quierschied abgearbeitet werden.

Um die zahlreichen Einsatzstellen besser koordinieren zu können, wurde im Gerätehaus Quierschied eine technische Einsatzleitung eingerichtet.

Im Laufe der Nacht musste an 16 Einsatzstellen vollgelaufene Keller leer gepumpt werden.

Zusätzlich wurden, durch die Wassermassen hochgedrückte Kanal- und Schachtdeckel wieder geschlossen.

Zwischenzeitlich musste die L127 in Höhe des Friedhofes Fischbach gesperrt werden, da die Fischbach dort über die Ufer trat.

Einsatzkräfte beider Löschbezirke füllten auf dem Gelände des Baubetriebshofes Sandsäcke und sicherten so im Gemeindeteil Fischbach mehrere Wohnanwesen vor einem ungewollten Wassereintritt durch die überlaufende Fischbach.

In den frühen Morgenstunden benötigte ein Mitarbeiter des Baubetriebshofes Quierschied unsere Unterstützung. Aufgrund des angespülten Treibgutes war ein Wehr der Kohlbach verschlossen, die Kohlbach staute sich in die anliegenden Gärten zurück. Die Einsatzstelle im Wald wurde ausgeleuchtet und der Arbeiter der Gemeinde abgesichert, so dass er das Wehr von dem Treibgut befreien konnte. Nachdem der Abfluss des Wassers gewährleistet war, konnte diese Einsatzstelle an den Baubetriebshof übergeben werden.

Kurz nach diesem Einsatz alarmierte die Leitstelle Saarbrücken uns erneut zu einem Wasserschaden nach Fischbach. 

Dort stand eine Straße sowie ein Keller unter Wasser. Der betroffene Kanal war durch die Regenmassen schon überlastet, zusätzlich aber lief dort noch Grubenwasser hinzu, welches aus der Grube Camphausen abgepumpt wird. Bei Eintreffen an der Einsatzellte stand ein Teil der Straße „Am Bahndamm“ sowie ein Keller eines Wohnhauses voll mit Grubenwasser.

Der Betreiber der Anlage wurde zur Einsatzstelle alarmiert und konnte die Pumpen abschalten. Danach wurde das Wasser durch Kräfte der Feuerwehr abgepumpt und der Keller leergesaugt.

Zu unserem letzten Einsatz im Zusammenhang mit dem Starkregenereignis alarmierte die Leitstelle uns gegen 10.15Uhr. Das Erdgeschoss eines Wohnhauses stand auf rund 120m² ca. 5 cm unter Wasser, nachdem sich das Regenwasser durch den Duschablauf herausdrückte.

Mittels zweier Wassersauger konnte das Wasser abgesaugt werden. Zusätzlich entfernten die Einsatzkräfte einen Teil des Fußbodens, um das Wasser besser absaugen zu können.

Leider blieben auch wir nicht von dem Starkregen verschont, unsere Atemschutzwerkstatt und die Kleiderkammer standen ca. 5 cm unter Wasser. Dieser Schaden wurde mittels eines Wassersaugers beseitigt. 

Nach dem Herstellen der Einsatzbereitschaft meldete der stellvertretende Wehrführer die beiden Löschbezirke einsatzbereit und erfragte weitere Einsatz stellen, an denen Unterstützung benötigt werde, jedoch gab es keinen Einsatz mehr zum abarbeiten.

Bis in die Abendstunden des Freitags waren die Kameraden beider Löschbezirke mit den Aufräum- und Reinigungsarbeiten beschäftigt.

Im Einsatz waren:

-Wehrführung Feuerwehr Quierschied

-Löschbezirk Quierschied

-Löschbezirk Fischbach

-Baubetriebshof Gemeinde Quierschied